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Google erweitert KI-Kennzeichnung für Werbung: Wie erkennt man solche Anzeigen?

Mit zusätzlichen Informationen im Bereich „How this ad was made“ will Google verständlicher machen, wann generative KI eine Anzeige erstellt oder verändert hat.

Hannah Weber
Hannah Weber

Datenschutz- und KI-Redakteurin

12. Juli 20264 Min. Lesezeit
Google erweitert KI-Kennzeichnung für Werbung: Wie erkennt man solche Anzeigen?

Mehr Informationen zur Entstehung einer Anzeige

Google hat am 9. Juli 2026 angekündigt, die Transparenz bei Anzeigen auszuweiten, die mit generativer KI erstellt oder bearbeitet wurden. Im Mittelpunkt steht ein Bereich mit der Bezeichnung „How this ad was made“, der über die Werbeeinstellungen von Google erreichbar ist. Er soll Nutzerinnen und Nutzern mehr Kontext geben, wenn sie eine Anzeige in Search, YouTube oder Discover sehen.

Das ist kein Verbot von KI-Werbung. Generative Werkzeuge können dabei helfen, verschiedene Formate zu erzeugen, einen Entwurf zu formulieren oder eine Kampagne für unterschiedliche Zielgruppen anzupassen. Die entscheidende Frage ist die Offenlegung: Wer eine Anzeige sieht, soll besser einschätzen können, ob ein Foto tatsächlich aufgenommen wurde oder ob ein Modell an der Darstellung beteiligt war.

Was ein Hinweis aussagt – und was nicht

Wenn die notwendigen Informationen vorliegen, können Nutzer die Transparenzdetails öffnen und mehr über den Produktionsprozess erfahren. Google teilt außerdem mit, dass Anzeigen aus den eigenen KI-Werkzeugen automatisch gekennzeichnet werden. Damit muss das Publikum nicht allein anhand von Licht, Händen, Texturen oder einer ungewöhnlich perfekten Szene entscheiden, ob ein Bild künstlich erzeugt wurde.

Ein Hinweis ist jedoch kein Gütesiegel. Er bestätigt weder die Qualität eines Produkts noch die Richtigkeit eines Preises oder eines Versprechens. Auch ein klassisch produzierter Werbespot kann irreführend sein. Vor einem Kauf bleiben Anbieter, Vertragsbedingungen, Rückgabe, Preisvergleich und unabhängige Informationen wichtig. Transparenz liefert einen zusätzlichen Kontext, aber sie nimmt dem Publikum die Entscheidung nicht ab.

Was Werbetreibende daraus lernen sollten

Mit generativen Werkzeugen lassen sich mehr Varianten schneller und günstiger herstellen. Das ist für kleine Unternehmen interessant, erhöht aber auch die Geschwindigkeit, mit der ein falsches Bild oder ein erfundenes Kundenerlebnis verbreitet werden kann. Eine synthetische Produktdemo oder eine erfundene Empfehlung kann überzeugend aussehen, obwohl sie nichts über die tatsächliche Leistung aussagt.

Unternehmen sollten KI deshalb in einen Prüfprozess einbauen. Produktdetails, Personen, Preise, Rechte an Bildern und Aussagen müssen vor der Veröffentlichung kontrolliert werden. Wer offenlegt, was generiert und was von Menschen geprüft wurde, kann Vertrauen eher aufbauen als eine Marke, die nur auf eine makellose Darstellung setzt.

Die praktische Schlussfolgerung

Die Kennzeichnung wird nicht jeden künstlichen Bestandteil jeder Anzeige automatisch erkennen. Die Abdeckung hängt von Angaben des Werbetreibenden, den eingesetzten Werkzeugen und den Systemen der Plattform ab. Nutzer sollten den Hinweis deshalb mit einer einfachen Prüfung verbinden: Wer steht hinter der Anzeige, welche Bedingungen gelten und gibt es unabhängige Belege für die Behauptung?

Die Nachricht zeigt, dass die Frage „Wie wurde diese Anzeige erstellt?“ künftig ähnlich wichtig werden kann wie die Frage „Was wird hier verkauft?“. Quelle: Google Ads, „Expanding AI transparency in ads“, 9. Juli 2026 — https://blog.google/products/ads-commerce/google-ads-ai-transparency-labels/

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Über den Autor

Hannah Weber

Hannah Weber

Datenschutz- und KI-Redakteurin

Hannah schreibt ?ber Datenschutz, KI-Governance, Nutzerkontrolle und europ?ische Produktarchitektur.

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